kulinarisches / vom hafer zur milch

8/5/2017

  

kaum ein lebensmittel sorgt für so hitzige diskussionen, wie das thema "milch", gefühlt jede(r) zweite ist mittlerweile ohnehin auf pflanzliche alternativen umgestiegen. diese grundlegende auseinandersetzung möchte ich an dieser stelle gerne ausklammern. vielleicht nur sovieL: ich selbst sehe die thematik etwas differenzierter und lehne kuhmilch nicht (mehr) kategorisch ab, wenn es nicht anders geht (in altwiener cafés oder bei großeltern gibt es selten pflanzliche alternativen und wenn doch, dann leider oft nur sojamilch, die keine wirklich bessere Öko- und ethikbilanz aufzuweisen hat). 

 

in meinen kühlschrank verirrt sie sich allerdings seit vielen jahren schon nicht mehr. dafür gibt es viele gründe. der ausschlagebendste ist aber wohl, dass ich sie schlicht und ergreifend überflüssig finde, und mit ihr die massentierhaltung und einhergehende tierquälerei, wenn es doch auch anders geht!

 

zugegeben, anders ist nicht immer besser – manchmal aber doch. über diverse alternativen bin ich schließlich bei hafermilch gelandet. hafer bedarf keiner aufwendigen verarbeitung, um "milch" zu gewinnen, ist ein regional verfügbares produkt – spart also zusätzlich lange transportwege – und mit abstand die gesündeste getreidesorte weltweit. er strotzt nur so vor biotin, vitamin b1, vitamin b6, magnesium, silicium und eisen, und ist darüber hinaus längst nicht so teuer wie beispielsweise mandeln. die im supermarkt erhältlichen "milch-"produkte haben aber dennoch einen haken: es gibt sie ausschließich in tetra paks, die wiederum für unnötigen abfall sorgen. hinzu kommt, dass sie oft hoch erhitzt werden, um sie haltbarer zu machen, was wiederum auf kosten der wertvollen inhaltsstoffe geht.

 

trotz all dieser faktoren hat es eine weile gedauert, bis ich mich schließlich an meinen ersten versuch gewagt habe, pflanzenmilch zu hause einfach mal selbst zu machen. zu meiner überraschung geht das viel schneller und einfacher als gedacht. ich kann nur jedem empfehlen, es auch auszuprobieren.

 

einsteiger fangen am besten mit einer einfachen hafermilch an:

 

dafür wird eine handvoll hafer (nach augenmaß) über nacht in 1l wasser eingeweicht und am nächsten tag mit einem leistungsstarken mixer püriert...

...im anschluss mit sonnenblumeöl, salz und etwas honig abschmecken...

...zum schluss durchs sieb in eine flasche füllen (ich siebe es vorher mindestens drei mal ab um keine pürierten haferreste in der milch zu haben) und fertig!

 

manche rezepte empfehlen, das wasser, in dem der hafer über nacht eingeweicht wurde, auszutauschen und zum mixen frisches zu nehmen, damit sich die milch länger hält. die erfahrung habe ich nicht gemacht. meine variante ist im kühlschrank bis zu drei tage haltbar. ich spüle die zu verwendende flasche dafür kurz mit kochendem wasser aus und lagere sie wirklich immer kühl. (wäre ja ausserdem schade um die vielen aufgespaltenen, gesunden inhaltsstoffe, die sich im waaser befinden.)

 

mit der menge gilt es ein bisschen zu experimentieren, bis man die für sich gewünschte konsistenz der milch gefunden hat. ich verwende mittlerweile zusätzlich noch (je nachdem, was ich da habe) mandeln, cashews, leinschrot (geschrotete leinsamen), kleie (hirse-, weizen oder hafer), kokosflocken und eine paar chiasamen, wenn ich welche im haus habe (versuche ich gerade wieder aus meinem küchenregal zu verbannen, da ihre ökobilanz leider katastrophal ist. wer bewusst leben möchte sollte öfter auf heimisches "superfood" umsteigen als immer auf exotische trenderscheinungen zu setzen. dazu aber an anderer stelle mal mehr.)

 

eigentlich sind der kreativität hier keine grenzen gesetzt.

kleiner tipp zum schluss: wer die milch gerne aufgeschäumt mag, tut gut daran mehr mandeln vorm einweichen dazu zu geben oder einen schuss kokosmilch beim zubereiten des morgendlichen kaffees. ist nicht nur gesund, sondern macht den cappuccino auch zu einem traumhaft cremigen erlebnis.

 

 

 

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