sein / mein weg zur doula und was domino kirke damit zu tun hat...

10/7/2017

 

 

Domino Kirke ist eine Tausendsasserin, wie sie im Buche steht – und das gleich in vierfacher Ausführung: Mutter, Musikerin, Doula und Unternehmerin. Als eine von drei Geschwistern aus dem Kirke-Clan ist es nach der Hysterie um ihre Hochzeit mit Gossip Girl's Penn Badgley trotzdem fast ein bisschen ruhig um sie geworden.

 

Die älteste Schwester von Lola (Gone Girl) und Jemima Kirke (Girls) ist aber ohnehin kein großer Fan von Medienrummel & Co., auch wenn sich das mit ihrem im August erscheinenden Album ändern könnte. Einen ersten Vorgeschmack veröffentlichte sie jetzt mit „Beyond Waves“ und erzählt darin vom Leben als allein erziehende Mutter. “I had a child no one told me wasn’t a toy” sind mutige und kraftvolle Sätze. Sie hätte nach der Geburt ihre Sohnes Cassius vor acht Jahren weiter an ihrer Karriere arbeiten und groß rauskommen können. Die Gegebenheiten hätten naheliegender nicht sein können. Stattdessen entscheidet sie sich dafür, andere Frauen zukünftig auf ihrem Weg zum Mutterwerden zu unterstützen und wird Doula. Das und noch viel mehr, macht Domino Kirke zu meiner Frau der Stunde. 

 

Auch ich wollte in den letzten Jahren nichts anderes als meine Herzensangelegenheiten zum Beruf zu machen: Schreiben und Designen. Beides habe ich mir Collective Womanmade und meiner Arbeit als freie Redakteurin, Übersetzerin und Lektorin erfüllt. Schon während der Schwangerschaft verspürte ich allerdings eine ungewöhnliche Rastlosigkeit, eine Art Lockruf – ich wusste nur noch nicht wofür. Die Themen Geburt und Mutterwerden haben viel bei mir losgetreten. Inspirierende Frauen wie Ina May-Gaskin, Debra Pascali-Bonaro und Isabella Ulrich haben mich auf dem Weg dahin (persönlich oder in Form ihrer Texte) begleitet. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind Teil einer positiven Geburtsbewegung. Erst nach dem einschneidenden Erlebnis der Geburt meines Sohnes und während der zeit des Wochenbetts habe ich die Zeichen, die mich zu rufen schienen,  allerdings verstehen können. Seitdem tue ich es Domino gleich und drücke wieder die Schulbank. Die wohl freigeistigste und emotionalste, die ich je besucht habe wohlgemerkt. Im Kreise der DiA – Doulas in Austria trete ich seit Anfang des Jahres meine ganz persönliche Reise zur Doula an und möchte fortan Frauen dabei unterstützen, die Geburt als schönsten Tag ihres Lebens für ewig in Erinnerung zu behalten.

 

Was meine persönliche Geburtsgeschichte damit zu tun hat, dazu gibt es an anderer Stelle bald mehr zu lesen (bis dahin muss ich das Geheimnis noch ein wenig für mich behalten). Fakt ist: Für unsere Hochzeit scheuen wir keine Kosten und Mühen, damit der Tag schlichtweg perfekt wird. Die Geburt unserer Kinder überlassen wir hingegen lieber anderen, weil uns eingeredet wird, dass wir das ohne medizinische Intervention nicht können? Das stimmt nicht! Geburt ist die natürlichste und selbstverständlichste Sache der Welt, wenn wir uns darauf einlassen können, uns mit den richtigen Menschen umgeben und vertrauen. Der medizinische Support ist eine dankbare Errungenschaft, die im Notfall ohne Zweifel Leben retten kann, bei einer komplikationslosen, natürlich verlaufenden Geburt braucht es aber manchmal einfach vor allem den Support einer anderen Frau, einer Doula. Dazu fühle ich mich berufen und habe damit endlich das Gefühl, komplett zu sein. 

 

Für alle, die sich jetzt fragen, "Doula was?," Hier ein wunderbarer Text von Domino Kirke über das Doula-Dasein: https://www.headspace.com/blog/2015/07/08/hip-not-hippie-domino-kirke-on-being-a-modern-doula/

 

Musikalisch klingt diese Reise, das Muttersein und mein Neues Ich gerade so – dank Dominos Gesangstalent – und ich kann es kaum erwarten, den Rest des Albums zu hören:

 

 

Foto Credit: Pamela Hanson

 

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