leben / plastikfrei & pflanzenbasiert ins neue jahr

8/1/2018

 

2017 war ein spannendes Jahr. Langfristig gesehen das Jahr mit den bisher größten Veränderungen in meinem Leben. Ich bin Mama geworden, habe meine geliebte Heimat Berlin gegen das Wiener Umland getauscht und bin in ein Haus mit Garten gezogen. Ziemliche Kehrtwende zum rasanten Großstadtleben und zugegeben erst einmal ganz schön gewöhnungsbedürftig. Ich habe für Abgeschiedenheit und Landidylle zwar schon immer etwas übrig gehabt, dafür aber die andere Seite der Medaille aufzugeben, wäre mir sobald nicht in den Sinn gekommen. Wie so oft im Leben spiele ich aber dankend die Karten, die mir ausgeteilt wurden und siehe da: nach knapp einem Jahr Landleben kann ich mir fast nichts anderes mehr vorstellen. 

 

 

Nun ist 2017 soviel passiert – auch beruflich hat sich jede Menge getan – dass ich mir für 2018 vor allem eines wünsche: die Ruhe, die ich mir hier im Außen geschaffen habe, auch nach Innen zu bringen. Mehr Zeit für meinen kleinen Wildling (zehn Monate und kein Baby mehr, nope!) und unsere Familie zu haben und neben den regulären Aufträgen als Autorin auch das ein oder andere Herzensprojekt zu realisieren: Frauen auf dem Weg ins Muttersein zu begleiten – vor und vor allem nach der Geburt. Als angehende Doula werde ich dazu jede Menge Gelegenheit haben.

 

#VEGANUARY  FÜR DIE GANZE FAMILIE

 

Das ist das eine. Weil sich vor allem privat vieles ändern soll, wird sich auch thematisch hier einiges tun. Mit Kind im Haus überdenkt man die eigene Lebenseinstellung und ethisch-moralischen Grundsätze einmal mehr, was dazu geführt hat, dass ich mich nach einigen Jahren der Abstinenz wieder dem veganen Lebensstil widme. Ich werde es an der Stelle nicht immer so deklarieren, aus einem einfachen Grund: ich bin kein Freund von dogmen. Vielmehr geht es mir darum, meinem Sohn und meinen Mitmenschen Verantwortung und Werte im Umgang mit anderen zu vermitteln, die auf Nächstenliebe und verstand beruhen. Ausserdem finde ich es absurd, dass wir im Grunde nicht mehr wissen, was wir essen und wie dieses in seiner ursprünglichen Form mal ausgesehen hat. Auf unseren Tellern wird also kein veganer Käseersatz aus dem Supermarkt landen!

 

 

Stattdessen heißt Vegan leben für mich, sich pflanzenbasiert zu Ernähren – Honig ist kein No-Go für mich, auch meine Einstellung zu Eiern (insofern ich sie vom örtlichen Nachbarshof beziehe, deren Haltung nicht auf profit aus ist und ich damit ihre 100%-ige Herkunft kenne) werde ich überdenken, vorerst verzichte ich aber auch auf diese. Ausgeschlossen sind zu 100% Milch- und Fleischprodukte.  

 

Warum? Ich finde es unmoralisch, ein Tier zu meinem bloßen Vergnügen (gerne Käse oder Fleisch zu essen, ist für mich reines Vergnügen) zu töten oder noch schlimmer von anderen töten zu lassen. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Auf Fleisch zu verzichten fällt mir leicht. Käse ist hingegen ein anderes Thema, ich liebe Käse – und zwar so richtig. Ich werde also hier und da an meine Grenzen stoßen, aber das ist okay. Etwas anders zu machen und aus der Reihe zu tanzen, ist mit Enttäuschungen und Opfern verbunden, dessen bin ich mir bewusst. Vor allem, wenn man in Österreich lebt (Käsespätzel Olé)! Allzu schwer sollte mir die Umstellung dennoch nicht fallen, denn ich habe in der Vergangenheit bereits viele Jahre vegan gelebt. Die Herausforderung dieses Mal: Ich wohne nicht mehr in Berlin, wo es Veganern leicht gemacht wird, sondern im Umland von Wien. Wenn es selbst in Wien schon kein Leichtes ist, vegan zu essen, so ist es in der konservativen Vorstadtküche regelrecht ein Fremdwort. Und doch gibt es auch hier die "Aus-Der-Reihe-Tanzer-Und-Hoffentlich-Bald-Mehrheit". Ich werde also berichten.

 

Das soll an der Stelle als Argumentation genügen. Wer wirklich fundierte Infos haben möchte, die unter anderem zu meiner Entscheidung geführt haben, findet diese u.a. hier:

 

Wunderbar zusammengefasst, wo wir stehen:

https://www.youtube.com/watch?v=IxVR53xemSs

 

Emotionale Einblicke in die Haltung unserer Nutztiere – unser Steak, bevor es auf dem Teller landet:

https://youtu.be/dvtVkNofcq8

 

Was Fleischkonsum mit Global Warming zu tun hat:

https://www.youtube.com/watch?v=S-XP79o8gqQ

 

Die Wahrheit über Milch:

https://www.youtube.com/watch?v=MvyRFtubFp4

 

 

PLASTIKFREI

 

Auch das Thema Müll beschäftigt mich seit vielen Jahren – seit wir in das Haus umgesiedelt sind umso mehr. Einmal im Monat kommt hier die Müllabfuhr um unseren Plastikmüll abzuholen. Eine Zeit, in der unser Müllsack fast aus allen Nähten platzt – und das, obwohl ich wirklich schon an vielen Stellen auf Plastik verzichte. Es scheint nicht zu reichen! Deswegen wagen wir als Familie den Selbsttest und verzichten einen Monat auf jegliche Verpackung, um herauszufinden, an welchen Stellen wir langfristig umdenken und Alternativen finden können.

 

Das bedeutet auch, ausschließlich Second-Hand zu kaufen (ich berichte, wie und ob das immer funktioniert), denn ich bin überzeugt davon, dass alles, was wir bereits an Ressourcen haben, mehr als genug ist. Ich kaufe ohnehin schon viel auf Ebay.de oder Willhaben.at, die Herausforderung jetzt wird sein, wirklich alles gebraucht zu kaufen. Hört sich erst einmal leicht an, ich glaube aber, dass es auch hier bei bestimmten Dingen nicht zu realisieren sein wird. Mir geht es aber bei diesem Experiment vor allem um die Erfahrung – zu beobachten, wo wir wann über unsere Verhältnisse leben und uns hinter alten Gewohnheiten und damit einhergehender Bequemlichkeit, etwas zu ändern, verstecken. Manches gehört einfach aufgebrochen und neu gedacht. Natürlich ist das nicht leicht. Gewohnte Wege zu verlassen ist unangenehm – vor allem, wenn es darum geht, sich anderen zu erklären-, in der Vergangenheit habe ich mir zwar immer vorgenommen hier und da mehr auf solche Dinge zu achten, am Ende aber dennoch immer Ausflüchte und Ausreden gefunden, warum das gerade nicht zu realisieren ist. Damit ist jetzt Schluss, zumindest für einen Monat!

 

Und warum das alles? Weil Ich keine Mühen und Worte scheuen werde, diese Welt für meinen Sohn zu einem besseren Ort zu machen. Und wenn es nur zur Folge hat, dass ich für ihn als Beispiel vorangehe und er das, was er vorgelebt bekommen hat, an seine Kinder weitergibt. Jeder von uns hat nur die eigenen zwei Hände und das eigene kleine Universum, um etwas zu verändern – am Ende ist das aber ziemlich viel. und insgeheim glaube ich ohnehin (um es in den Worten von nelson Mandela zu sagen): "It will happen. It always seems impossible until it is done!"

 

Wer meinem Experiment quasi in Echtzeit folgen will, schaut auf meinem Instagram-Account vorbei. In den Insta-Stories werde ich hier aus dem Leben in Familie mit Kleinkind von der Herausforderung vegan und plastikfrei zu leben berichten. Die Hoffnung ist, dass wir uns den Lebensstil über diesen einen Monat hinaus vielleicht sogar beibehalten können. 

 

 

Was ich mir sonst noch vorgenommen haben: 

 

...Mehr Lesen (ich neige dazu, mir immer mehr Bücher anzuschaffen, als ich konsumieren kann. Ich liebe Bücher, für 2018 ist der Plan aber erst einmal zu lesen, was ich habe, bevor ich wieder aufstocke.).

 

 

...mich in Zufriedenheit üben. Das klingt vielleicht seltsam, aber ich gehöre dem Sternzeichen Zwilling an, bin im Mond der Maisaussat geboren und immer auf der Überholspur – stets angetrieben von neuen Ideen und Projekten, das hat logischerweise zur Folge, dass ich nie so wirklich anzukommen scheine und schnell aus dem Gleichgewicht gerate. Diese Art zu sein entspricht meinem Wesen und gilt es zu akzeptieren – ich werde nie anders sein und doch möchte ich mich 2018 mehr daran erinnern, den Blick auf das zu richten, was bereits da ist, immer dann, wenn mich das Gefühl überkommt, nicht genug zu sein!

 

 

...öfter einfach mal Nichtstun und Vorsätze und Prinzipien, Vorsätze und Prinzipien sein lassen!

 

 

Und ihr so? Was habt ihr euch für das neue Jahr vorgenommen?

 

 

 

 

 

 

 

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