sein / der fluss des lebens – vertrauen und loslassen lernen

7/3/2018

 

 

Das Universum stellt mich 2018 zugegebenermaßen bis jetzt auf eine ziemliche Zerreißprobe in Sachen (Selbst-)Vertrauen. Während mir durchaus bewusst war, dass das Leben mit Kind manchmal gehörig unvorhersehbar verlaufen kann, trifft es mich nun trotzdem absolut unvorbereitet. Seit Beginn dieses Jahres läuft nichts mehr nach Plan – streng genommen wird selbst ein solcher schmerzlich vermisst. Ich falle sprichwörtlich ins Bodenlose (nachdem Ende 2017 alles perfekt ausbalanciert zu sein schien jetzt das komplette Kontrastprogramm) und weiß nicht, wann ich wo ankommen werde. Alles, was zu diesem Zeitpunkt sicher ist, ist, dass ich es werde – irgendwie und früher oder später.

 

Es ist aber nicht der freie Fall, der mir Unbehagen bereitet und mich nervös macht, sondern die Ungewissheit, wann er zu enden im Sinn hat. Ein Ungleichgewicht im Außen ist grundsätzlich noch kein großes Drama, wohl aber unfassbar Kräftezerrend, denn eine solche Situation wirkt sich schnell auf alle Lebenslagen aus – einmal im falschen Mind-Set, getrieben von den falschen Energien, ein nicht-enden-wollender Teufelskreis. "Gedanken manifestieren Realität" ist nicht nur eine hohle Phrase, sondern Fakt. "Oben" zu bleiben und zu vertrauen, dass sich früher oder später schon alles "ausgehen und gut gehen wird" (um es mal in den Worten meiner Neuen österreichischen Landsleute zu sagen), ist eine der größten Herausforderungen, weil ich das erste Mal (auch Kind-bedingt) nicht einfach irgendwas im Außen ändern und gehen kann (habe ich vorher gerne getan, mit Leichtigkeit und Freude). 

 

Das erste Mal muss ich lernen im Innen etwas zu ändern, bei mir zu bleiben und nicht wegzulaufen. Es ist dabei an der Stelle überhaupt nicht von Relevanz, um was es konkret geht und was meine Baustellen sind. Ein freier Fall kann viele Auslöser und Gründe haben. Erlebt hat ihn sicher jede(r) schon einmal. Von allen Seiten wirken plötzlich ungeahnte Kräfte und Emotionen auf einen ein, Gefühle mutieren zur Achterbahnfahrt der Gedanken und diese führen wiederum zu Lethargie und Stagnation. Dabei gilt es zu verstehen, dass das Ungleichgewicht im Aussen nur ein Spiegel des Innen ist und es gilt, die Schwachstelle zu finden.

 

Was mir in so einer Situation hilft, mich neu auszurichten und zu fokussieren:

 

"Meine Energie zu mir" – Dieses Mantra ist so einfach wie effektiv und habe ich meinem Freund zu verdanken. Egal, wann im leben etwas aus dem Ruder zu laufen scheint, etwas zu viel Energie raubt oder die Kräfte am Ende sind, schließe ich die Augen und sage mir immer wieder diesen einen bedeutungsvollen Satz. Die Kraft dieser Worte ist immens. Manchmal visualisiere ich meinen Körper dabei als schwarzen, leeren raum mit einem goldgelben Lichtkegel im Zentrum, der sich mit jeder Wiederholung dieser Worte immer mehr auflädt und wächst, bis er den Raum erhellt hat und ich wieder strahlen kann.

 

Tarot-Karten legen – ein anderes Medium um Rat über die eigene Situation zu befragen,

hat für mich keineswegs etwas übertrieben esoterische", sondern ist lediglich das perfekte Tool, um zu reflektieren und Schwachstellen im eigenen System und Umfeld auszumachen. Wir tendieren dazu die Gründe und Fehler für Situationen immer im Außen zu suchen und enden erst sehr spät wirklich bei uns selbst. Das Tarot kann helfen, bewusst zu reflektieren, wo wir stehen und wo wir hinwollen. Mit jeder Karte, die ich aufdecke, decke ich eine neue Seite in mir auf und komme der Lösung einen Schritt näher.

 

integrale Meditation nach Sri Aurobindo – das mental zum Schweigen bringen und zur Ruhe kommen, ist egal in welchen Situationen ein Lebensretter par Excellence. meine täglichen Übungseinheiten nach Sri Aurobindo sind für mich unabdingbar. Seine Methode erfordert dabei übrigens keineswegs zurückgezogen und in völliger Stille praktizieren zu müssen. sondern lässt sich zu jederzeit und überall anwenden. Gerade in lauten Situationen zur Ruhe kommen und sich völlig loslösen und in sich gehen zu können, ist am Ende ja die große Kunst (nur so am Rande: ich bin noch nicht da). Unabhängig davon ist etwas anderes im Familienalltag auch kaum möglich. Wer mehr dazu erfahren will, wird hier fündig.

 

Ob nun diese Methoden oder aber ganz andere Kniffs – Am Ende zählt nur, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren und darauf zu vertrauen, dass das leben den Weg kennt. Das heisst natürlich keineswegs, sich ausgeliefert allem hinzugeben, was passiert. Natürlich ist jeder noch immer seines Glückes Schmied (auch wenn alles seine Grenzen hat) und kann die Dinge in gewünschte Richtungen lenken. Wenn es aber mal nicht so zu laufen scheint, wie es soll, hilft manchmal nur Augen zu und Rückwärts fallen lassen. Manchmal hat so ein Fall nämlich sogar eine regelrecht befreiende, reinigende Wirkung. Und Eines ist sicher: Ankommen werden wir alle irgendwo. Ich bin gespannt, wo er mich dieses mal anspült, der Fluss des Lebens.

 

 

 

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