sein / tarotlegen als achtsamkeitsritual

2/4/2018

 

 

Um Spiritualität in deinen Alltag zu integrieren ist es meiner Meinung nach nicht wichtig, nach welchen Glaubenssätzen du dein Leben bestreitest oder wie sehr du bereits in vergleichbare Praktiken eintauchen konntest. Wie so oft gilt auch hier: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

 

Inwiefern kann eine tägliche spirituelle Praxis allerdings von Vorteil sein? Nun, ich kann an der Stelle natürlich nur von mir sprechen und doch meine ich auch bei anderen ähnliche Effekte beobachten zu können, die selbige praktizieren. Entgegen dem Prinzip "Täglich grüßt das Murmeltier" sind tägliche Gewohnheiten nämlich nicht immer nur Fluch, sondern (vor allem als Mama) ganz oft auch Segen. Dabei können schon die kleinsten Rituale im Alltag eine unfassbare Bereicherung sein – ohne einem das Gefühl zu geben, am immer selben Tag aufzuwachen. Aus zwei einfachen Gründen: zum einen zwingen sie einen innezuhalten und bewusst für kurze Auszeiten zu sorgen und zum anderen helfen sie dabei, Gedankenmuster zu strukturieren, Probleme zu lösen und jeden Tag ein bisschen mehr über sich selbst zu lernen. Selbstbestimmt und aus freien Stücken für Ruhe im Kopf zu sorgen – egal wie hektisch es um einen herum ist, ist zugegeben ein großer Luxus. Ein Luxus, für den sich jede(r) von uns am Ende einfach nur entscheiden muss – und kann! Es kostet keinen müden Cent, nur ein wenig Contenance, sich konsequent immer wieder bewusst Zeit-für-sich-selbst einzuräumen (und das ist – versprochen! – auch schon die größte Schwierigkeit!).

 

Ruhe und Gelassenheit in Form von täglichen Ritualen zu zelebrieren, ist dabei keineswegs neu, sondern haben bereits unsere Vorfahren bravurös für sich zu nutzen gewusst. In einer Zeit, in der die Ressourcen noch nicht so zahlreich waren wie heute, besannen sich die Menschen auf die kleinen Dinge im Leben – strukturierten ihren Alltag anhand immer wiederkehrender Gepflogenheiten, so wie sie es verstanden im zyklischen Einklang mit der Natur, den Mondphasen und Jahreszeiten ihr Dasein zu bestreiten. Im Gegensatz zu heute ging es nicht darum, Antworten (ebenso wie Probleme) immer nur bei sich selbst oder anderen zu suchen, sondern die persönliche, materielle und geistige Umgebung zu integrieren.

 

Während wir heute in unserer Freizeit vordergründig auf Zerstreuung setzen, ist die Zeit in der wir uns fokussieren und auf ebendiese Umgebung konzentrieren rar geworden. Oder um nicht zu sagen: purer Luxus. Luxus, der keiner sein müsste. Denn wie bereits erwähnt bedarf es nur der simplen Entscheidung! Eine Entscheidung, die soviel Mehrwert mit sich bringt. Rituale können Dir helfen, die Verbundenheit und Wertschätzung für die zyklische Abfolge des Lebens zurückzugewinnen und deine Sinne wieder dafür zu sensibilisieren, was diese mit dir macht. Immer dann, wenn wir uns die Zeit nehmen, in unserem Körper zu schwelgen oder einfach nur zu sein. Das ist oft leichter gesagt als getan, das verstehe ich. Mithilfe von einfachen Übungen ist es aber auch für Laien machbar.

 

Eine meiner mittlerweile liebsten täglichen, praktischen Übungen, die mir enorm dabei helfen, ist das Tarotlegen. Das klingt zugegeben immer ein bisschen nach Glücksspiel oder Hexenzirkel (und das ist es ja in seiner Herkunft irgendwie auch) und doch ist es auch das perfekte Werkzeug zur Selbstreflektion – unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten.

 

Für alle, die an der Stelle das erste Mal davon hören, hier vielleicht eine kleine Einführung: Tarots sind Spielkarten, deren Herkunft bis heute nicht 100%ig geklärt ist. Manche glauben ihr Ursprung liege in Ägypten andere wiederum meinen, sie seien mit Sinti & Roma nach Europa gekommen, wieder andere sind der Meinung das Tarot sei eine Schöpfung von Kabbalisten aus dem Mittelalter und ganz abenteuerliche Theorien besagen, die Karten wurden von Magiern des sagenumwobenen Kontinents Atlantis erschaffen. Schriftlich belegt ist  nur, dass das Tarot im 5. Jahrhundert das erste Mal auftauchte und schnell große Beliebtheit erlang. Bis heute geht von den 78 Karten eine universelle Kraft und Anziehung aus, die ihresgleichen sucht. Wer mehr über das Tarot und seine Herkunft erfahren will, wird hier fündig.

 

 

 

 

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